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Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften

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Helsinki Initiative für Mehrsprachigkeit in der wissenschaftlichen Kommunikation

Mehrsprachigkeit hält lokal relevante Forschung am Leben. Die Interaktion mit der Gesellschaft und das Teilen von Wissen über die Wissenschaft hinaus ist wichtig und muss gefördert werden.

Die Unterzeichnenden der Helsinki Initiative für Mehrsprachigkeit in der wissenschaftlichen Kommunikation unterstützen die folgenden Empfehlungen für politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Universitäten, Forschungsinstitutionen, Forschungsförderungsinstitutionen, Bibliotheken und Forschende.

1. Die Dissemination von Forschungsresultaten für einen umfassenden Nutzen für die Gesellschaft unterstützen.

  • Sicherstellen, dass Forschende für die Dissemination von Forschungsresultaten über die Wissenschaft hinaus sowie für die Interaktion mit Kultur und Gesellschaft belohnt werden.
  • Sicherstellen, dass ein gleichberechtigter Zugang zu forschungsbasiertem Wissen in einer Vielzahl von Sprachen gewährleistet ist.

2. Nationale Infrastrukturen für die Veröffentlichung von lokal relevanter Forschung schützen.

  • Sicherstellen, dass gemeinnützige (Fach-)Zeitschriften und Buchverlage sowohl über ausreichende Ressourcen als auch über die notwendige Unterstützung verfügen, um hohe Standards der Qualitätskontrolle und Forschungsintegrität gewährleisten zu können.
  • Sicherstellen, dass es für nationale (Fach-)Zeitschriften und Buchverlage genügend begleitende Schutzmaßnahmen zur Überführung zu Open Access gibt.

3. Förderung von Sprachenvielfalt in der Forschungsevaluation und Forschungsförderung.

  • Sicherstellen, dass in Experten-basierten Evaluationsverfahren die Qualität von Forschung unabhängig der Sprache und des Publikationskanals beurteilt wird.
  • Sicherstellen, dass in kennzahlenbasierten Evaluationsverfahren Zeitschriftenartikel und Buchpublikationen in allen Sprachen adäquat in die Bewertung einfließen.

Die Helsinki Initiative für Multilingualismus in der wissenschaftlichen Kommunikation wurde durch die Federation of Finnish Learned Societies (TSV), das Committee for Public Information (TJNK), die Finnish Association for Scholarly Publishing, die Universities Norway (UHR) und die COST Aktion "European Network for Research Evaluation in the Social Sciences and the Humanities" (ENRESSH) initiiert.