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Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften

Kulturelle Vielfalt

Aktivitäten der SAGW

Jeder Mensch ist eingewoben in ein verzweigtes Netz gesponnen aus Landschaft, Sprache, Bildern, Architektur, Geschichte, Erinnerungen, Traditionen, Institutionen und Formen des Zusammenlebens. Die SAGW setzt sich dafür ein, die darin enthaltene Vielfalt zu erhalten. In Orientierung auf das aktuelle Geschehen thematisiert sie kulturelle, sprachliche und religiöse Phänomene.

  • Im Mai 2019 organisiert die SAGW im Alpinen Museum in Bern eine wissenschaftliche Tagung zum Thema "Gletscherarchäologie". Der Klimawandel lässt die Gletscher schmelzen. So kommen neue für die Archäologie und Geschichte relevante Funde zum Vorschein. Die Tagung thematisiert verschiedene Aspekte dieses Phänomens.
  • 2018 lancierte die SAGW in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsgesellschaften unter dem Label "La Suisse existe - La Suisse n'existe pas" eine Veranstaltungsreihe zum Thema "Kulturerbe total".Die 14 Events deckten ein breites Spektrum ab und thematisierten unter anderem die Bibliothek als Wissensform, den Gotthard als ein Symbol des Wandels oder die Frage, ob Architektur imstande ist, Innovation zu fördern.
  • 2017-2018 lief unter dem Patronat der SAGW eine Veranstaltungsreihe zum Thema "Islam in der Schweiz". Eine die Reihe abschliessende Tagung im April 2018 befasste sich mit dem Thema der rechtlichen Anerkennung von muslimischen Gemeinschaften in der Schweiz. Zum Thema erschien in der Reihe Swiss Academies Communications die Publikation "Islam in der Schweiz - L'Islam en Suisse".

Kultur- und Naturerbe

Das Kulturerbe lässt sich in zwei unterschiedliche Typen einteilen:

  • Materielles Kulturerbe: Gebäude und Architektur, Denkmale, archäologische Stätten, Bücher, Kunstwerke
  • Immaterielles Kulturerbe: Sprachen, Traditionen, Feste, Handwerkstechniken, Wissen

Das Naturerbe umfasst Landschaften und die Biodiversität.

UNESCO

Seit den 1950er Jahren prägt die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung Wissenschaft und Kultur UNESCO den internationalen Diskurs über das Kulturerbe. Auch die Schweiz ratifizierte seit 1972 mehrere UNESCO-Konventionen, zuletzt die «Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen» (2005) und das «Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes» (2007). Seit 1949 besteht eine in der Schweiz eine UNESCO-Kommission, die vom Bundesrat ernannt wird. Im Rahmen der 2015 von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals SDG) setzt sie sich für die Umsetzung von Anliegen im Bildungsbereich (SDG 4) ein.

Kontakt

Dr. Manuela Cimeli

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

+41 (0)31 306 92 53

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