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Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften

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Junge interessieren sich nicht für Literatur? Weit gefehlt!

In der NZZaS schreibt SAGW-Vorstandsmitglied und Literaturwissenschaftler Gerhard Lauer über neue Formen der Literaturproduktion.

Junge kaufen selten Romane. Daraus zu schliessen, dass sie sich nicht für Literatur interessieren, wäre aber falsch. Der Konsum und die Produktion von Literatur finden heute im Internet statt. Auf der Plattform «Wattpad» sind beispielsweise rund 30 Millionen Romane und Gedichtbände zu finden. «Alles ist hier neu. Die Bücher erscheinen denn auch kapitelweise auf den Smartphones der Lesehungrigen», beschreibt Lauer in seinem Artikel die moderne Art der Literaturproduktion. Neu ist auch die Möglichkeit zur Interaktion. Einige dieser Onlinewerke verzeichnen bis zu zweieinhalb Millionen Kommentare. So wundert es nicht, dass sich auch die Verlage auf den Plattformen umsehen – und bisweilen Werke veröffentlichen, wie unlängst «Before us» von Anna Todd.

«Die Literatur, sie lebt!», Gerhard Lauer, NZZ am Sonntag, 1. September 2019