Übersicht
Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften

Veranstaltungsdetails

Am Ende des Lateins?

12.02.2013, 22:50

Pro und contra Lateinobligatorium für geisteswissenschaftliche Studiengänge – eine Podiumsveranstaltung der SAGW

Das Lateinobligatorium an Schweizer Universitäten für geisteswissenschaftliche Studiengänge stand in letzter Zeit erneut zur Debatte. Einzelne Universitäten oder Fakultäten haben sich für oder gegen die Beibehaltung des Latinums ausgesprochen, andere werden sich dieser Frage noch stellen müssen. So wird jüngst in Basel – in Bern schon länger – auf den formalen Nachweis der Lateinkenntnisse für die meisten Studienrichtungen auf Masterebene verzichtet. Die philosophisch-historische Fakultät der Universität Zürich hält hingegen am Latein fest. Die am häufigsten genannten Gründe für eine Lockerung der Vorschriften betreffen die sinkende Bedeutung des Lateins im Unterricht sowie die Befürchtung, im Wettbewerb um Studierende mit dieser zusätzlichen propädeutischen Hürde nicht bestehen zu können. Die Befürworter halten an der lateinischen Grundausbildung als sine qua non zum Verständnis der europäischen Geschichte und Kultur fest.

Die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) lädt Befürworter und Kritiker zu einem Podiumsgespräch ein, um die Argumente pro und contra Latein gemeinsam mit dem Publikum zu diskutieren. Die Veranstaltung fügt sich ein in den thematischen Schwerpunkt «Wissenschaftskultur der Geisteswissenschaften» der Akademie.

Teilnehmende sind: 
Prof. Dr. Christoph Riedweg, Uni Zürich
Prof. Dr. Virginia Richter, Uni Bern
Prof. Dr. Hans-Johann Glock, Uni Zürich
Prof. Dr. Antonio Loprieno, Uni Basel
Moderation: Prof. Dr. Thomas Späth
 

Leitfragen

  • Was spricht für, was spricht gegen das Lateinobligatorium?
  • Besteht ein gesamtschweizerischer regulatorischer Handlungsbedarf?
  • Inwiefern beeinflusst der Wettbewerb um Studierende die Inhalte des geisteswissenschaftlichen Studiums?
  • Soll dem Latein eine Sonderstellung als Mittel zum Verständnis der europäischen Geschichte und Kultur zukommen?
  • Entsprechen Form und Inhalt des latinischen Sprachunterrichts in den Bachelor-Kursen noch den heutigen Anforderungen?
  • Gibt es andere Wissensbestände der akademischen Grundausbildung – zum Beispiel in den Digital Humanities – die heutzutage eher vermittelt werden müssten als Kenntnisse der lateinischen Sprache?
  • Gehört das Verständnis der lateinischen Grundlagen zu den Schlüsselkompetenzen aller AbsolventInnen geisteswissenschaftlicher Studiengänge oder sind diese bloss noch für SpezialistInnen relevant?

Fazit

Keine Veranstaltungen verfügbar.