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Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften

Newsletter März 2019 – SAGW

SAGW – ASSH

Rückblick Diskussionsveranstaltung «Third Space – Lehre und Forschung als kollektive Leistung»
22. März 2019 – Bern

Die Hochschulen brauchen nicht nur Professorinnen und Professoren, sondern hochqualifizierte Fachkräfte in ganz verschiedenen Funktionen. Neben den klassischen Bereichen der Lehre und Forschung etabliert sich zunehmend ein drittes Feld, das zwischen Wissenschaft und Verwaltung angesiedelt ist. Die einschlägige Literatur bezeichnet es als «Third Space». Geprägt hat den Begriff vor rund 10 Jahren die englische Bildungsforscherin Celia Whitchurch. Auch an Schweizer Hochschulen existieren längst eine Vielzahl von Positionen, die sich nicht in die klassischen akademischen Karrierestufen auf dem Weg zur Professur einordnen lassen, aber auch keine reine Management- oder Administrationsstellen sind.
An der Veranstaltung «Third Space – Lehre und Forschung als kollektive Leistung» diskutierten am 22. März rund 40 Personen aus dem akademischen Umfeld – viele von ihnen selbst im akademischen Third Space tätig – über neue Wege und Positionen in diesem noch immer wenig definierten «Zwischenraum». Die Diskussion zeigte, dass viele Fragen offen sind: Sollen Akademiker im Third Space die Freiheit haben, selbst Forschung und Lehre zu betreiben? Ist der Third Space der geeignete Ort für organisationsaffine Wissenschaftlerinnen oder eher für wissenschaftsaffine Manager? Geht es darum, bereits bestehende Stellen sichtbarer zu machen, also um ein «Feintuning», wie es eine Teilnehmerin nannte? Oder darum, Positionen und Stellen zu definieren, welche die Hochschulen bislang nicht kannten? Und nicht zuletzt: Ist «Third Space» überhaupt das geeignete Label für die vielfältigen akademischen Stellen in den Zwischenräumen?

Celia Whitchurch hielt an der Veranstaltung eine Keynote mit dem Titel: «What ist he ‘third space’? Definition, developments, challenges and opportunities». Ein von Whitchurch mitverfasstes neues Working Paper zum Thema finden Sie hier:
www.researchcghe.org/perch/resources/publications/to-publish-wp45.pdf

Ausgangspunkt der Veranstaltung war der Bericht «Next Generation: Für eine wirksame Nachwuchsförderung», den die SAGW 2018 publizierte. Er steht hier in Deutsch und Französisch zum Download zur Verfügung:
www.sagw.ch/sagw/oeffentlichkeitsarbeit/publikationen/publis-schwerpunkte/publis-wiss-tech.html

Lesen Sie zum Thema auch den Beitrag «Diversifizierung der Karrierewege an Hochschulen» von Dr. Marlene Iseli im SAGW-Blog:
wissenschaftskultur.blogspot.com/2019/03/diversifizierung-der-karrierewege.html

Ein ausführliches Follow-up zur Veranstaltung folgt demnächst auf der Website der SAGW.


Vorschau Tagung «Gletscherarchäologie – eine Folge des Klimawandels und Schlüssel zur Rekonstruktion früherer Lebensweisen»
06. Mai 2019 – Alpines Museum Bern
Anmeldeschluss: 15. April

Die Alpengletscher schmelzen – und bringen archäologisch interessante Objekte zum Vorschein, die während Jahrzehnten, Jahrhunderten oder Jahrtausenden im Eis lagerten. Denn schon seit der Urgeschichte hinterlassen Menschen Spuren in hochalpinen Gegenden. Der kulturhistorische Wert solcher «Eisfunde» ist bedeutsam. Sie erzählen Geschichten aus der Vergangenheit und tragen bei zur Klärung von Forschungsfragen. Weshalb waren Menschen in den Alpen und auf Gletschern unterwegs? Mit welcher Ausrüstung? Was wissen wir über ihren Alltag, ihr Wirtschaften, ihr Zusammenleben? Archäologinnen, Historiker, Geographen und Experten aus weiteren Disziplinen beleuchten an der Tagung diese und weitere Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Tagung wird von der SAGW in Zusammenarbeit mit der Akademie der Naturwissenschaften, der Konferenz Schweizerischer Kantonsarchäologinnen und Kantonsarchäologen und der Universität Bern organisiert. Das Programm und weitere Informationen finden Sie auf der Website der SAGW:
www.sagw.ch/de/sagw/veranstaltungen/vst-2019-sagw/Gletscherarchaeologie

Lesen Sie zum Thema auch den Beitrag «Wenn die Vergangenheit aus dem Gletscher schmilzt» von Dr. Manuela Cimeli im SAGW-Blog:
https://wissenschaftskultur.blogspot.com/2018/11/wenn-die-vergangenheit-aus-dem.html


Cycle « Raum – Espace » dans la série « La Suisse existe – La Suisse n'existe pas »
08 mai 2019–17 janvier 2020

Depuis 2015, « La Suisse existe – La Suisse n’existe pas » est un label sous lequel l’ASSH met sur pied différentes séries de manifestations. Après le succès des dernières ‘saisons’, l’ASSH lance un sixième cycle sur le thème « Raum – Espace ». De par le large spectre de perspectives qu’elle offre, cette thématique a suscité un bel intérêt auprès des institutions membres de l’ASSH. Une douzaine de sociétés, réparties au sein de cinq sections différentes, allant des sciences historiques aux sciences sociales en passant par les cultures et l’anthropologie, ont répondu à l’appel en proposant des manifestations sur le thème de l’espace, traité à partir de leurs points de vue respectifs. En tout, ce ne sont pas moins de 13 manifestations qui sont proposées au public de mai 2019 à janvier 2020. L’ASSH se réjouit de la variété des interprétations et des points de vue sur l’espace que proposent ses sociétés membres dans le cadre de cette nouvelle et sixième série. Les manifestations sont organisées par les sociétés membres de l’ASSH et soutenues par l’Académie. La première manifestation sur le thème « Stolen from Africa ? Restitution of Namibian Cultural Heritage in Switzerland » aura lieu le 8 mai à Bâle.

Vous trouverez le programme complet ici :
www.lasuissenexistepas.ch/fr/events