Open Science

Open Science bezweckt, Hindernisse für die gemeinsame Nutzung von Ergebnissen, Ressourcen, Methoden oder Werkzeugen jeglicher Art in allen Phasen des Forschungsprozesses zu beseitigen. Eine grosse Rolle spielen dabei auch die FAIR Principles, die das Teilen von Daten im Blickfeld haben.

Der Fokus der SAGW liegt dabei auf Open Access und Open Data, das heisst dem offenen und freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur und Daten, sowie auf der Vermittlung von Informationen und guter Praxis. Es braucht einen umfassenden wissenschaftlichen Kulturwandel, um die Vision von Open Science zu realisieren, und dafür setzt sich die SAGW zusammen mit anderen Partnerorganisationen ein.

Open Access

In der Schweiz haben Universitäten und Bibliotheken bereits Repositorien, in denen die dortigen Forschenden ihre Arbeiten deponieren können; in Zukunft werden es noch mehr sein.

Beispiele von Repositorien

Open Access in der Schweiz - ein Überblick von Barbara Hirschmann und Dirk Verdicchio (2017)

Die SAGW fördert mit jährlichen Beiträgen gegen 80 geistes- und sozialwissenschaftliche Zeitschriften und Reihen, die von den Fachgesellschaften verantwortet werden. Damit kommt der Akademie eine hohe Mitverantwortung für den Erhalt einer vielfältigen und vielgestaltigen Publikationslandschaft zu. 2016 hat der Vorstand der SAGW deshalb eine Open-Access-Strategie für die durch die Akademie geförderten Periodika verabschiedet. Untenstehende Grafik gibt Auskunft über die Entwicklung der Umsetzung des Open Access - Ziel ist es, in der Periode 2021 bis 2024 vollständig auf einen offenen Zugang umgestellt zu haben.

Open Data

Open Data sind international eingeführte Anforderungen für die Vorhaltung und Präsentation von digitalen Forschungsdaten. Sie fügen sich ein in die generelle Forderung nach Open Science, die offene Wissenschaftsprozesse und frei zugängliche Forschungsergebnisse verlangt. Die Schweizer Forschungslandschaft umfasst eine Fülle von Datenbeständen: Digitalisate, Editionen, Datenbanken, Online-Nachschlagewerken, die für die Geistes- und Sozialwissenschaften relevant sind. Diese Plattformen sind auch in der Schweiz zunehmend mit der Forderungen konfrontiert, ihre digitalen Daten offen und frei zugänglich zur Verfügung zu stellen.

In der Schweiz gewinnt die Thematik stetig an Relevanz: Gegenwärtig wird eine neue Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen seitens des Bundes und der Hochschulen erarbeitet, der Schweizerische Nationalfonds fordert eine Vorhaltung von Daten in FAIR-Data-Repositorien, die strategischen Planungen der Forschungsförderungsorganisationen für die Mehrjahresperiode 2021–2024 laufen, swissuniversities richtet eine nationale Koordinationsstelle für wissenschaftliche Information ein, die als permanente Drehscheibe ein Servicenetzwerk koordinieren soll, und der Bund will einen Aktionsplan zur Digitalisierung umsetzen.