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Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften

Sprachen

Anliegen der SAGW

Die SAGW…

… sieht es als ihre Aufgabe, Informationen zur Sprachenvielfalt in der Schweiz aufzuarbeiten und bereitzustellen.

… trägt bei zu einem faktenbasierten Diskurs über die Landessprachen.

… regt an zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit der Vielsprachigkeit in der Schweiz, die auch das Sprachvermögen von zugewanderten Menschen mitberücksichtigt.

… nimmt die staatspolitische Dimensionen der Sprachenfrage in den Blick und bringt Erkenntnisse zum Spracherwerb wie zur Wirksamkeit unterschiedlicher Lern- und Unterrichtsformen in die Diskussion ein.

Legale Grundlagen für die Landessprachen

Seit 2010 gilt das Bundesgesetz über die Landessprachen und die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften von 2007.  

Im selben Jahr trat auch die Verordnung über die Landessprachen und die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften in Kraft.

Das Gesetz und die Verordnung regeln vier Bereiche:

  1. den Gebrauch der Amtssprachen des Bundes sowie die Förderung der Mehrsprachigkeit im öffentlichen Dienst
  2. die Massnahmen zur Förderung der Verständigung und des Austauschs
  3. die Unterstützung der mehrsprachigen Kantone
  4. die Erhaltung und Förderung der rätoromanischen und der italienischen Sprache und Kultur

Die Verordnung wurde 2014 zusammen mit den Weisungen des Bundesrates zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung (Mehrsprachigkeitsweisung) mit dem Ziel revidiert, eine stärkere Vertretung der lateinischen Sprachgemeinschaften zu erreichen.

Organisationen, Institutionen, Plattformen

Neben dem Bund und kantonalen Stellen beschäftigen sich in der Schweiz zahlreiche weitere Organisationen, Institutionen und Plattformen mit den gesprochenen Sprachen in der Schweiz:

  • Der Verein Forum Helveticum wurde 1968 gegründet. Es versteht sich als Kompetenzzentrum für sprachkulturelle Verständigung und setzt sich insbesondere für den Dialog zwischen den Sprachgemeinschaften in der Schweiz und für die nationale Kohäsion ein.
  • Das Institut für Mehrsprachigkeit  wurde 2008 als gemeinsames Institut der Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg gegründet. Es widmet sich der Forschung auf dem Gebiet der Mehrsprachigkeit in ihren sprachwissenschaftlichen, sozialen, politischen, wirtschaftlichen und pädagogischen Facetten. Forschungsbereiche des Instituts sind insbesondere die Bereiche Schule und Unterricht, Migration, Arbeitswelt sowie Evaluierung von Sprachkompetenzen.
  • Das Fachportal lang.lit.ch gibt einen Überblick über die Forschung im Bereich der Sprach- und Literaturwissenschaften.
  • Das Osservatorio linguistico della Svizzera italiana (OLSI)wurde 1991 zur Unterstützung und zur Verbreitung der italienischen Sprache und Kultur gegründet.