Präsidium

Das Präsidium wird auf Vorschlag des Vorstandes oder auf Vorschlag der Generalversammlung von der Generalversammlung für jeweils ein Jahr gewählt. Zurzeit besteht das Präsidium aus dem folgenden Co-Präsidium und der folgenden Vize-Präsidentin:

Shirin Naef 

Dr. Shirin Naef ist Anthropologin und arbeitet hauptsächlich im interdisziplinären Bereich zwischen Recht, Religion und Ethik, mit besonderem Fokus auf den persischsprachigen Kulturraum. Sie studierte Theater und Englische Sprache in Teheran und von 2002 bis 2008 Anthropologie, Islamwissenschaft und Linguistik an der Universität Bern, Schweiz. Von 2009 bis 2012 war sie DFG-Stipendiatin und Mitglied des Graduiertenkollegs Bioethik am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen. 2017 wurde Shirin Naef mit ihrer Dissertation „Kinship, Law and Religion: An Anthropological Study of Assisted Reproductive Technologies in Iran“ an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich promoviert. Dr. Naefs Forschungsschwerpunkte sind Anthropologie und Soziologie des Rechts, Religion, Bioethik, Reproduktionsmedizin, Verwandtschaft, Philanthropie, Moral und Ökonomie, Schiitische Jurisprudenz (fiqh), Iran, Deutschland, Schweiz sowie Recht und Theologie in vergleichender Perspektive. Seit Oktober 2018 ist Dr. Shirin Naef Fellow am Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“ und arbeitet an ihrer zweiten Monographie über Recht, Religion und Philanthropie in Iran.

Emanuel Schaeublin 

Emanuel Schaeublin hat in Genf Arabisch studiert und an der Universität Oxford in Sozialanthropologie doktoriert. Seine Forschung fokussiert auf den Umgang mit Geld, Besitz und Armut in der islamischen Tradition und basiert auf ethnographischer Feldforschung in der palästinensichen Stadt Nablus. An der Universität Zürich unterrichtet er Seminare zu Ethik, Islam, dem Mittleren Osten und ethnographischen Methoden. Zudem arbeitet er im Bereich Mediation und Friedensförderung mit der schweizerischen Regierung und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH-Zürich). Er spricht fliessend Arabisch und hat im Jemen, Palästina, Ägypten und Syrien gelebt. 2018 hat er zusammen mit anderen Forschern der Universität Zürich die Konferenz No Country for Anthropologists? Ethnographic Research in the Contemporary Middle East organisiert. Neuste Publikation: Islam in Face-to-Face Interaction: Direct Zakat Giving in Nablus (Palestine).

Victor Willi 

Victor J. Willi hat 2015 an der Oxford Universität in Geschichte doktoriert und an der Universität Zürich in Geschichte, Islamwissenschaft und Völkerrecht licenziert. Er spricht fließend Englisch, Deutsch, Arabisch und Französisch und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in verschiedenen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas, einschließlich Feldforschung in Ägypten, Libanon, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Türkei. Zuvor arbeitete er beim World Economic Forum, wo er einen Master in Global Leadership machte. Er verfügt über langjährige Unterrichtserfahrung und erhielt mehrere Vollzeit-Forschungsstipendien. Sein Buch The Fourth Ordeal: A History of the Society of the Muslim Brothers in Egypt, 1968-2018, wird derzeit von der Cambridge University Press rezensiert. Weitere Informationen finden Sie unter www.victorjwilli.com.

Sophie Glutz von Blotzheim 

Sophie Glutz von Blotzheim hat an der Universität Genf im Hauptfach Arabistik studiert, in den Nebenfächern Allgemeine Linguistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Mesopotamienkunde, Assyrisch und Sumerisch. Sie hat ein Jahr in Schottland (1999-2000) und ein Jahr in Syrien (2009-2010) gelebt und spricht fliessend Deutsch, Französisch, Englisch, Arabisch (Hocharabisch und syrischer Dialekt), Italienisch und Spanisch. Sie beschäftigt sich leidenschaftlich und seit mehr als fünfzehn Jahren mit der arabischen Sprache in all ihren Formen und Ausprägungen: Grammatik der Hochsprache, Literatur, Gebrauchsphänomene, Dialektformen, usw.. Seit 2007 unterrichtet sie Arabisch für Erst- und Zweitjahresstudenten an der Universität Genf. Seit 2014 ist sie verantwortlich für die Herausgabe des zweimal jährlich erscheinenden SGMOIK-Bulletins.