Jahresberichte

Jahresbericht 2020

Schweizerische Gesellschaft für Skandinavische Studien

1. Wissenschaftliche Tätigkeit

Tagungen

Am 9. und 10. Januar 2020 fand der von Lukas Rösli (Universität Zürich) organisierte Workshop zum Thema The Emergence and Organization of Memory through Paratexts statt, eine Kollaboration zwischen dem »Memory & The Pre-Modern North Network« und dem SNF Ambizione-Projekt »Gedächtniskultur im Paratext«.

Am 27. November 2020 fand die von Klaus Müller-Wille (Universität Zürich) und Elisabeth Eggenberger (Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien) organisierte virtuelle Tagung „Nu ska här vankas pannekankas“. Aktuelle Pippi-Forschung. Eine virtuelle Geburtstags-Konferenz statt.

Aufgrund der Corona-Pandemie fiel die für November 2020 geplante Tagung The Development of Prose Literature in Late Premodern Scandinavia – Genre and Media-Theoretical Perspectives aus. Die von Klaus Müller-Wille (Universität Zürich) und Lena Rohrbach (Universitäten Basel und Zürich) organisierte Tagung wird am 10./11. Juni 2021 nachgeholt (je nach Pandemielage in Präsenz- oder Hybridbetrieb).

Vorträge

Aufgrund der Coronapandemie wurden alle geplanten Gesellschaftsveranstaltungen in der ersten Jahreshälfte abgesagt. In der zweiten Jahreshälfte fanden mehrere virtuelle Gastvorträge statt:

Lill-Ann Körber (Universität Aarhus): „Skandinavische Kolonialismen (Universität Zürich, Universität Basel (Zoom). 1.10.); Ebbe Volquardsen (Universität Grönlands, Nuuk): „Literatur im (post-)kolonialen Grönland“ (Universität Basel, Universität Zürich (Zoom), 29.10.); Madame Nielsen: Autorengespräch (Universität Basel, Universität Zürich (Zoom), 26.11.)

Publikationen

Die Schweizerische Gesellschaft für Skandinavische Studien (SGSS) gibt im Narr Francke Attempto Verlag, Tübingen, die Schriftenreihe Beiträge zur Nordischen Philologie (BNPh) heraus. Im letzten Jahr sind zwei Bände erschienen:

Sandra Schneeberger: Handeln mit Dichtung. Literarische Performativität in der altisländischen Prosa-Edda (Band 63)

Kevin Müller: Schreiben und Lesen im Altisländischen. Lexeme, syntagmatische Relationen und Konzepte in der Jóns saga helga, Sturlunga saga und Laurentius saga biskups (Band 66)

Bisherige und zukünftige BNPh-Bände sind seit Juli 2020 digital verfügbar über das Portal E-periodica, das von der ETH betreut wird (https://www.e-periodica.ch/). Für die publizierten Bände wurde mit dem Verlag eine Sperrfrist von 12 Monaten vereinbart.

Forschungsprojekte

An der Universität Zürich ist das SNF-Projekt Romanhaftwerden. Skandinavische Prosaliteratur der späten Vormoderne angesiedelt (Projektleitung Prof. Dr. Klaus Müller-Wille und Prof. Dr. Lena Rohrbach). Die Abteilung für Skandinavistik der Universität Zürich und das Seminar für Nordistik der Universität Basel sind weiterhin in ein internationales Forschungsnetzwerk zum Thema Nordic Memory Studies eingebunden.

Ausbildung, Information

Die SGSS beteiligt sich über die Abteilungen für Nordistik/Skandinavistik an den Universitäten Basel und Zürich regelmässig an nationalen und internationalen Graduiertenkursen. Gemeinsam von Doktorierenden der Universitäten Basel und Freiburg/Breisgau wurde die 15. überregionale Promovierendentagung am 2./3. Oktober 2020 organisiert, die aufgrund der Coronapandemie digital stattfinden musste. Im November 2020 wurde von Dr. Tarrin Wills (Kopenhagen) ein virtueller Doktorierendenkurs zu digitalen Methoden in der skandinavistischen Mediävistik ausgerichtet.

Die SGSS gibt jeweils im Oktober und März das Bulletin Skandinavistik. Mitteilungsorgan der Schweizerischen Gesellschaft für Skandinavische Studien heraus. Es informiert über die Aktivitäten der Gesellschaft und andere Veranstaltungen und Ereignisse in der schweizerischen und internationalen Skandinavistik.

2.Kooperationen und internationale Beziehungen

Viele Aktivitäten der SGSS sind eng mit den wissenschaftlichen Netzwerken und Kooperationen verknüpft, welche die Abteilungen für Nordische Philologie in Basel und Zürich mit Instituten in Skandinavien pflegen. Neben dem engen Kontakt zum Centre for Scandinavian Studies in Lund und Kopenhagen, in deren Leitungsgremium Mitglieder der SGSS tätig sind, sind unter anderem Kontakte zum Centre for Medieval Studies (Universität Bergen), dem Institutt for lingvistiske og nordiske studier (Universität Oslo), der Arnamagnäanischen Sammlung in Reykjavík sowie zum Hans Christian Andersen Center (Syddansk Universität Odense) vertieft worden.

3.Öffentlichkeitsarbeit

Die von der SGSS durchgeführten Tagungen und Vorträge sind öffentlich zugänglich. Sie sind auch auf der Website der SGSS einsehbar.

Anlässlich des 75-jährigen Geburtstags von Pippi Langstrumpf fand im Oktober und November in den Räumlichkeiten des Gemeinschaftszentrums Riesbach sowie der Bibliothek des Deutschen Seminars die Ausstellung Happy Birthday, Pippi Langstrumpf! in Kooperation mit der schwedischen Botschaft und „Zürich liest“ statt.

Die SGSS beteiligte sich in Kooperation mit dem Deutschen Seminar der Universität Zürich und dem Literaturhaus Zürich an der Ausrichtung der Zürcher Poetikvorlesung 2020 mit Madame Nielsen (17., 26. und 30.11.2020 Literaturhaus Zürich mit Begleitseminaren am Deutschen Seminar der Universität Zürich).

Mitglieder der SGSS beteiligten sich im Berichtsjahr an mehreren Lesungen skandinavischer Autoren, die in der Schweiz organisiert wurden. Im Jahr 2020 waren dies Lesungen von Hanne Ørstavik (Universität Basel, Universität Zürich (Zoom), 13.10.), Andri Snær Magnason (Universität Basel (Zoom), 14.10.), Hallgrímur Helgason („Zürich liest“, 22.10.),

Lena Rohrbach