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Arbeit im Lebensverlauf

13.11.2014, 11:47 - 12:47
Hotel Sheraton, Pfingstweidstrasse 100, 8005 Zürich
SAGW, Pro Familia, Schweizerischer Arbeitgeberverband

In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Arbeitgeberverband und Pro Familia will die SAGW zwei eng miteinander verflochtene Fragen in einer lösungsorientierten Perspektive zur Diskussion stellen: a) die Vereinbarkeit von Elternschaft und Erwerbsarbeit und b) Arbeit im Lebensverlauf.

Die beiden Themenbereiche sollen unter dem Titel Rahmenbedingungen für zukunftsfähige Arbeitsmärkte an einer Tagung am 5. Juni 2014 mit dem Fokus auf die Vereinbarkeit von Elternschaft und Erwerbsarbeit und einer Tagung am 13. November 2014 mit dem Fokus auf die Arbeit im Lebensverlauf zur Diskussion gestellt werden.

Mitwirkende: Ruth Derrer Balladore (Schweizerischer Arbeitgeberverband), Thomas Boesch (Novartis), Mirjam Devay-Stäubli (trovaia), Urs Duttweiler (Duttweilde Treuhand), Irene Etzer (UniversitätsSpital Zürich), Martin Flügel (TravailSuisse), Thomas Gächter (Universität Zürich), Gudela Grote (ETHZ), Anne Küng Gugler(Staatssekretariat für Wirtschaft SECO), Brigitte Liebig (NFP 60, Fachhochschule Nordwestschweiz), Lucrezia Meier-Schatz (Nationalrätin), Vinzenz Muraro (AXA Winterthur), Günter Pfeiffer(Universität Basel), Pascal Scheiwiller (Lee Hecht Harrison), Danny Schweingruber (witzig.ch), Markus Schwyn(Bundesamt für Statistik), Luzi Thomann (Thomann Nutzfahrzeuge AG), Helena Trachsel (Fachstelle für Gleichstellung für Mann und Frau, Kanton Zürich), Hans C. Werner (Swisscom), Markus Zürcher (SAGW)

Tagungsablauf

Einführung

Wie die OECD in ihren Länderberichten verschiedentlich monierte und nationale Studien wiederholt belegten, schöpft die Schweiz ihr Arbeitskräftepotenzial gegenwärtig nicht aus : Ohne Arbeitsmigration könnten seit geraumer Zeit weder der Arbeitskräftebedarf in technologischen Schlüsselbereichen noch die medizinische Versorgung sichergestellt werden. Ohnehin liesse sich die für den heute erreichten, hohen Wohlstand notwendige Arbeitsproduktivität nicht halten. Verschärft wird der Arbeitskräftemangel durch den demographischen Wandel: Bis 2030 prognostizieren verschiedene Studien rund 400'000 fehlende Fachkräfte.

Ebenso bekannt sind die gegenwärtig nicht ausgeschöpften Potenziale: Im Arbeitsmarkt nicht hinreichend eingebunden sind Frauen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 50. In beiden Fällen sind auch die Faktoren bekannt, welche die Teilhabe dieser beiden Gruppen an der Arbeitswelt einschränken:

Negativ auf die Erwerbsbeteiligung der Frauen wirken sich

  • die mangelnde Vereinbarkeit von Familien- und Berufsarbeit, Lohnungleichheit sowie schlechtere Karriereperspektiven aus.
  • Vergleichsweise hohe Sozialkosten, Vorurteile, aber auch gesundheitliche Einschränkungen sowie die Entwertung von erworbenen Qualifikationen schränken die Arbeitsmarkt chancen von über 50 - Jährigen ein.

Obwohl die sich stellenden Herausforderungen erkannt und breit anerkannt sind, lässt weder das statistische Monitoring noch die sozialwissenschaftliche Beobachtung eine Trendwende erkennen. Da die Folgen des demographischen Wandels für den einzelnen Betrieb noch nicht spürbar sind, sich diese vielmehr in langer Frist auswirken, ist es angezeigt, Strategien zur langfristigen Sicherung zukunftsfähiger Arbeitsmärkte zu entwickeln. Dazu zählen Rahmenbedingungen, welche einer hohen Erwerbsbeteiligung dienlich sind, ebenso wie betriebliche Strategien und Massnahmen, die der Teilhabe beider Geschlechter über alle Altersgruppen am Arbeitsprozess förderlich sind

Massnahmen, die geeignet sind, zu einer besseren Ausschöpfung des Arbeitskräftepotenzials beizutragen, sollen mit dem Ziel,

  • Wissen zu vermitteln,
  • «best practices» zu identifizieren,
  • entsprechende Prozesse anzustossen,
  • Umsetzungswege aufzuzeigen,
  • Hindernisse und Widerstände zu erkennen,

präsentiert und debattiert werden. Dabei werden im ersten Teil am Morgen im Plenum zunächst wesentlich vom Staat gesetzte Rahmenbedingungen ( Gleichstellung, Sozial- und Arbeits- recht ) thematisiert. Ausgehend von weiteren Inputreferaten sollen am Nachmittag betriebliche Strategien und Massnahmen in drei Bereichen – Flexibilisierung, Gleichstellung, Arbeitsmarkt- chancen und Vermittlung von älteren Arbeitnehmenden – vertieft und deren Folgen auf die Arbeitsorganisation ausgelotet werden. Dabei stehen die nachfolgenden Leitfragen im Zentrum:

  • Welche Massnahmen sind sinnvoll und wirkungsvoll ?
  • Welche Voraussetzungen müssen für deren Umsetzung erfüllt sein ?
  • Was ist bei der Umsetzung zu beachten ?
  • Welche Hindernisse müssen bei deren Umsetzungüberwunden werden ?
  • Welche Hilfestellungen werden von wem erwartet ?

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Plus d'infos

Follow-up

Programm

Arbeit im Lebensverlauf, 13. November 2014, Zürich
Travail au cours de la vie, 13 novembre 2014, Zurich
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Kurzdokumentation

Weitere Informationen finden Sie in der Kurzdokumentation zur Arbeit im Lebensverlauf.

Weitere Informationen

Erste Tagung vom 5. Juni 2014 aus der Reihe «Rahmenbedingungen für zukunftsfähige Arbeitsmärkte» 

Laufendes Projetkt "Generationenbeziehungen"