Übersicht
Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften

Ageing Society

Herausforderungen des Alters gemeinsam angehen

Ende 2015 waren rund 35% der Schweizer ständigen Wohnbevölkerung zwischen 40 und 64 Jahre alt und 18% über 65. Die Spitze der Alterspyramide (65-Jährige und älter) wird in den nächsten Jahren rasant breiter werden. Zahlreiche Lebensbereiche müssen neu ausgerichtet werden:

  • die Gesundheit
  • das soziale Sicherungssystem
  • die Pflege und die Betreuung
  • das Wohnen
  • der Arbeitsmarkt
  • die Mobilität
  • die Forschung

Die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Praxis und Politik ist unentbehrlich.

a+ Swiss Platform Ageing Society

Mittels der offenen, sektorenübergreifenden "a+ Swiss Platform Ageing Society" wollen die Akademien der Wissenschaften Schweiz den kontinuierlichen Austausch zwischen allen mit dem demografischen Wandel befassten Akteuren ermöglichen. Damit soll die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis gefördert, gemeinsame Projektentwicklungen angestossen sowie Verbindungen zwischen internationalen und nationalen Initiativen gestiftet werden. Als Referenzrahmen dient dabei der „Global Strategy and Action Plan on Ageing and Health“ der WHO.

Die Plattform wird von der SAGW koordiniert. Rund sechzig Partner konnten bisher gewonnen werden. Sie treffen sich mindestens zwei Mal jährlich, um sich auszutauschen und gemeinsame Aktionen zu besprechen.

Zur a+ Swiss Platform Ageing Society

Global Strategy and Action Plan on Ageing and Health

Action for Ageing - A toolkit for organizing innovative events on the World report on ageing and health

Kontakt

Lea Berger

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

+41 (0)31 306 92 59

E-Mail

News

«Ein neues Gesundheitsverständnis ist notwendig»

NewsletterGesundheit

Friedrich Nietzsche verstand unter Gesundheit «das Mass der Krankheit, welches es erlaubt, ein befriedigendes Leben zu führen». In nuce habe Nietzsche am Ende des 19. Jahrhunderts somit ein Gesundheitsverständnis vorweggenommen, das die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 120 Jahre später im «Global Strategy and Action Plan on Ageing and Health» (GSAPH) umfassend darlegte, schreibt SAGW-Generalsekretär Markus Zürcher in einem Gastbeitrag in der Schweizerischen Ärztezeitung.

Der Kontext und die Lebensqualität rücken ins Zentrum

Im GSAPH werde Gesundheit als dynamischer Prozess definiert, der sich aus den Wechselwirkungen zwischen dem einzelnen Menschen und seiner Umwelt ergibt und der es einem Menschen während seines Lebens erlaubt, zu tun und zu sein, was für ihn bedeutsam ist. Stärker als in früheren Definitionen rücke also der Kontext ins Zentrum, etwa die förderlichen und hinderlichen Bedingungen im unmittelbaren und konkreten Lebensraum.

Zürcher: «Auf die heutigen Herausforderungen zugeschnitten bieten der ‹Global Strategy and Action Plan on Ageing and Health› der WHO und die Dekade des ‹healthy ageing› eine einmalige Opportunität, ein finanzier­bares und den Bedürfnissen entsprechendes Gesundheitssystem zu entwickeln.» Erste Schritte zur Implementierung dieses Referenzrahmens erfolgten mit der von der SAGW koordinierten Plattform www.ageingsociety.ch der Akademien der Wissenschaften Schweiz, der über 70 In­stitutionen angehören. 

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Zürcher, Markus (2019): Eine nachhaltige, finanzierbare Gesundheitsversorgung mit Nietzsche, in: Schweizerische Ärztezeitung 100, 50, 1717. doi.org/10.4414/saez.2019.18349.

Publikationen

«Ein neues Gesundheitsverständnis ist notwendig»

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Friedrich Nietzsche verstand unter Gesundheit «das Mass der Krankheit, welches es erlaubt, ein befriedigendes Leben zu führen». In nuce habe Nietzsche am Ende des 19. Jahrhunderts somit ein Gesundheitsverständnis vorweggenommen, das die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 120 Jahre später im «Global Strategy and Action Plan on Ageing and Health» (GSAPH) umfassend darlegte, schreibt SAGW-Generalsekretär Markus Zürcher in einem Gastbeitrag in der Schweizerischen Ärztezeitung.

Der Kontext und die Lebensqualität rücken ins Zentrum

Im GSAPH werde Gesundheit als dynamischer Prozess definiert, der sich aus den Wechselwirkungen zwischen dem einzelnen Menschen und seiner Umwelt ergibt und der es einem Menschen während seines Lebens erlaubt, zu tun und zu sein, was für ihn bedeutsam ist. Stärker als in früheren Definitionen rücke also der Kontext ins Zentrum, etwa die förderlichen und hinderlichen Bedingungen im unmittelbaren und konkreten Lebensraum.

Zürcher: «Auf die heutigen Herausforderungen zugeschnitten bieten der ‹Global Strategy and Action Plan on Ageing and Health› der WHO und die Dekade des ‹healthy ageing› eine einmalige Opportunität, ein finanzier­bares und den Bedürfnissen entsprechendes Gesundheitssystem zu entwickeln.» Erste Schritte zur Implementierung dieses Referenzrahmens erfolgten mit der von der SAGW koordinierten Plattform www.ageingsociety.ch der Akademien der Wissenschaften Schweiz, der über 70 In­stitutionen angehören. 

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Zürcher, Markus (2019): Eine nachhaltige, finanzierbare Gesundheitsversorgung mit Nietzsche, in: Schweizerische Ärztezeitung 100, 50, 1717. doi.org/10.4414/saez.2019.18349.

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