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«Die Kunstdenkmäler der Schweiz» sind online

Die GSK macht die Inhalte aller Kunstdenkmälerbände, also rund 65‘000 Seiten und ebenso viele Abbildungen online zugänglich.

Die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK setzt gerade eines der bedeutendsten und grössten Projekte ihrer eigenen Geschichte um: es geht um die Digitalisierung der Buchreihe «Die Kunstdenkmäler der Schweiz» unter dem Titel «KdS-online».

Bei diesem Grossprojekt geht es nicht einfach um die Digitalisierung aller Kunstdenkmälerbände (denn das wäre ja nur eine digitale Klon-Version der Papierausgaben). Vielmehr wird eine virtuelle Bibliothek mit einer georeferenzierten Datenbank kombiniert. Das Fundament dazu ist die Buchreihe «Die Kunstdenkmäler der Schweiz». Sie gilt als Grundlagenwerk zu Baukultur, Kunst und Geschichte. Die erste Ausgabe ist 1927 erschienen, bis Ende 2019 ist die Edition bei Band 139 angelangt.

Jetzt macht die GSK die Inhalte aller Bände, also rund 65‘000 Seiten und ebenso viele Abbildungen unter www.ekds.ch kostenlos online zugänglich.

Tiefenerschliessung eröffnet ungeahnte Recherchemöglichkeiten

KdS-online besteht, wie oben angedeutet, aus zwei unterschiedlichen Zugriffsmöglichkeiten auf das Kulturerbe: einer Bibliothek und einer Datenbank. Die Bibliothek umfasst alle Bände – auch die längst vergriffenen. Die Datenbank bietet eine massgeschneiderte Suchmaschine, die eigens von der GSK und ihrem technischen Partner Turicode entwickelt wurde und auf Algorithmen für Künstliche Intelligenz (KI) beruht.

Die Suche kann über alle vorhandenen Datensätze nach Kanton, Gemeinde, Gebäudeart, Bauzeit, Stil, Vorhandensein von Inneneinrichtungen oder Möbeln, Handwerksberufen und Namen derjenigen, die für oder um das Gebäude herum gearbeitet haben, erfolgen. Die Suchmaschine «nach Mass» macht dabei alle Objekte aus der Daten- und der Bilddatenbank auch auf einer Karte sichtbar, wodurch neuartige Überblicke gewonnen und Zusammenhänge neu erschlossen werden können. So können beispielsweise nun Wanderwege von Handwerkern verfolgt werden. Auch wenn jetzt zum Beispiel Zunfthäuser in der Schweiz Ihr Interesse geweckt haben, können Sie sich diese auf einer Karte anzeigen lassen – und alle Ergebnisse Ihrer Ad-hoc-Kompilation konsultieren und bei Bedarf herunterladen.

Probieren Sie es aus: www.ekds.ch

Ausblick

Die GSK integriert durchschnittlich 15 Bände pro Jahr. Die vollständige Digitalisierung soll anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Kunstdenkmäler-Buchreihe im Jahr 2027 gefeiert werden können.

Mit «KdS-online» setzt die GSK übrigens den «digitalen Weg», den sie vor zehn Jahren eingeschlagen hat, konsequent fort: Mit ihren interaktiven eBooks, dem 3D-Projekt «360° Swiss Heritage» und den Smartphone-Apps «Swiss Art To Go» und «EuropeArt To Go» hat sich die GSK zum Schweizer Leader in einem Bereich entwickelt, der Kultur und Innovation verbindet.

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